Manique … Pot-holder … Pannenlap

hängen geblieben bin ich bei Topflappen. Ein Objekt, das man  gut zum Experimentieren nehmen kann.  Man kann es verschenken oder selbst behalten.

Zuerst  ein Stück eines Jeanshosenbein, das handgestickte Tischset, das als Einzelstück nur auf Verwendung wartet, und zwei Patchworkstoffe:

Stoffe

alles zugeschnitten. Den Jeansstoff auf 7 Zoll im Quadrat, Insul Bright  7,5, den grünen und gelben PW-Stoff dann 9. Dazu jeweils einen Streifen 2 Zoll für den Aufhänger.

zugeschnitten

Das Tischset ist gröberer Zählstoff und so habe ich ihn auf der Rückseite mit Vliesofix bebügelt, dann exakt mit dem Rollschneider zugeschnitten. Danach den Ausschnitt auf  den Jeansstoff laut Anleitung gebügelt.  Anschließend mit schmalem weiten Zickzack und nochmals mit breitem engem auf genäht.  Einmal mit gelbem Faden, für den anderen Topflappen in grün.  Dann Insul Bright darunter gelegt und einen Rahmen gesteppt:

aufgenäht

nun den Rückseitenstoff umdrehen, genähten Aufhänger platzieren und rundherum den Rand einschlagen:

Rand einschlagen

Briefecken hin mogeln:

fertig eingeschlagen

mit sehr  schmalem Zickzackstich fest nähen, Aufhänger umklappen und den nochmals an nähen. Fertig:

Topflappen

 

Ostern … ist bald

nur einen Kleinigkeit soll es werden.

Nähzutaten Ostern

etwas Recycling (Jeanshose, gesticktes Tischset) und ein paar Frühlingsstoffe aus der Sammelkiste.  Zur Inspiration mal bei Sulky gestöbert.

Abwarten und Tee trinken

…  bin ich dazu nicht zu alt?

Tee zum Warten

warum später? Ich lebe doch heute.

Und wenn ich Rücksicht nehme auf seltsame irritierende  Empfindlichkeiten, darf ich sowieso nichts mehr tun.  Ich  stecke Bohnen im März, nicht weil ich  deine Saat nach dem Frost kritisiere. Ich nähe  ein Kleid so, wie ich es mag, nicht weil es eine Kritik an deiner Vorgehensweise ist.

Du bist okay, ich bin okay. Sonst nix.

Ich warte nicht mehr. Und ich entschuldige mich auch nicht für Dinge, die ich nie getan habe.  Saatgut  ist auf dem Weg. Jetzt wird genäht.

Keltenausstellung – Design und Handwerk zum Staunen

nur noch zweieinhalb Tage  bis zum 17. Februar 2013 gibt es die Ausstellung in Stuttgart.  Geballte Kelteninfo auf neuestem Stand.  Auch die Art der  Museumspräsentation  ist beeindruckend. Wir waren Ende letzten Jahres dort und packen es nun leider nicht ein zweites  mal. Der Zulauf scheint enorm, denn die Öffnungszeiten sind nun 10 bis 20 Uhr.

Sie besteht aus zwei Teilen:  Zentren der Macht  und Kostbarkeiten der Kunst.  Beide Ausstellungsorte sind am Schlossplatz. Wir waren  pünktlich um 10 Uhr in der ersten Ausstellung.  Da sieht man nichts von der angedichteten Primitivität, die sie laut den Römer gehabt hätten.   War es purer Neid?

Dann machten wir eine  kurze Kaffeepause und  es ging in das Alte Schloss zur Kunst. Und dort verschlug es mir oft die Sprache. All diese  Ornamente,  kunstvolle Konstruktionen.  Und vor allem, wie war das damals  möglich? Welche Zeit wurde in diese Kostbarkeiten investiert? Das winzige  Fragment einer Brettchenwebborte aus Seidenfäden  aus Hochdorf. So viele Fäden auf so einem kleinen Stück, da sind heutige Brettchenwebborten einen Dreck dagegen. Viel zu  klobig.  Weiterhin faszinierten mich all die geometrischen Verzierungen.  Es wurde schneller 18 Uhr als gedacht. Wir kamen gerade so durch. Hätten wohl noch länger verweilen können und staunen.

Nicht alle Rätsel sind gelöst. Schaut man diese Glasarmringe an. So ist wohl nicht klar, wie man ohne Naht das durchsichtige klare Glas mit einer bunten Glasschicht überzogen hat.

Der Ausstellungskatalog wird mich wohl noch Jahre begleiten können.  De Kelten, meine Urahnen.

Hier noch Links zum SWR:
http://www.swr.de/kelten/-/id=10026112/cf=42/4n80kk/index.html
http://www.swr.de/kelten/-/id=10026112/nid=10026112/did=10193566/dw6swb/index.html

dort sieht man auch diese Goldperle.

Bänder haben wir nicht

… jedenfalls keine, die die Provinz nicht braucht. Und die braucht wenig, denn es näht ja auch niemand.   Logisch, denn mit dem Angebot wirklich nicht.

Kennen wir nicht alle diese Aussage?

Was also tun? Im Internet bestellen?  Oder  mal einfach in neue Läden gehen, die man sonst nie betritt. Letzte Woche, als ich mal Zeit  hatte  mir Zeit nahm,  ging ich in einen neuen Schäbby Chic Laden (der nennt sich so).  In der Auslage sieht man Dinge, die  in der Selbstmach-scene gerade in sind.  Angeblich ein Trend aus Amerika,  laut meinen Recherchen einer der 80er Jahre aus England. Viel  Weiß,  etwas Blasstürkis, Pünktchentäschchen,  Spitze,  Porzellan, Spitze. Von Deko, Accessoires bis zu Geschirr.  Also dann mal rein!

Und hoppla! ich laufe doch geradezu  auf eine Kiste mit Bändern und Spitze zu.

Bänder zum Nähen

Also sparte ich mir den Weg zum Kurzwarenhändler. Zuhause warf ich ein Stück  des bedruckten Köperbandes in einen Topf, kochte  es auf und bügelte es nachher trocken. Der Einlauf war 2 cm pro Meter.

Köperband

gut, das ist jetzt nicht gerade so das typische Hosenabschlussband mit einer Kante und aus  strapazierfähigem Nylon, aber was soll es? Die Hose braucht ein Band, da  sie bei mehrmaligem Waschen doch noch einging und  der Umschlag so nicht mehr reichte:

Hosenabschluss

Geht doch, oder?

 

 

 

Mariä Lichtmess

seit Dreikönig wurden die Tage langsam länger und nun wurde es heute Abend erst um halb sechs dunkel. Die langen Wintertage sind zu Mariä Lichtmess, am 2. Februar, vorbei.

Die zuznehmende Tageshelle brachte einen anderen Tageslauf mit sich. Die Arbeit  konnte mehr ausßen vor sich gehen.

Bäuerlich gesehen begann ein neuses Wirtschaftsjahr. Zins, Pacht und Lohn war fällig. Dienstboten, Mägde  und Knechte wechselten ihre Stelle. Das Fest war Abschluß der Weihnachtszeit und  leitete in die Fastenzeit über. Zu Lichtmess war die Drrescharbeit vorbei und die Feldarbeit wurd vorbereitet.

Herkunft des Festes: den Gesetzen von Moses gehorchend erschien die Mutter  mit ihrem neugeborenen Sohn Jesus  zum ersten Mal im Tempel 40 Tage nach der Geburt.  Seit dem 4. Jhd. n.Ch. feierte man das Fest in Jerusalem. Hier trug man seit dem 8. Jhd. bei den Prozessionen  brennende Kerzen . Lichtmess ist der Tag der Kerzenweihe.

Mal sehen, ob die Wetterregel heute gilt:
Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit,
ist es aber klar und hell
kommt der Frühling nicht so schnell.

Pranger

Mitte Januar  bin ich zum Fotografieren in die Stadt hinunter.

 

ich brauchte dringend ein Foto vom Pranger. Warum wohl?

Viele Päckchen

manchmal ist es anders als  geplant.

Kurz bevor ich mich mit diesen Päckchen beschäftigte,

Päckchen

hatte ich zum Glück schon diese losgeschickt:

Päckchen

Die ersten sind nun fast erledigt, die zweiten schon längst in Rostock und Leipzig.