Das Töpflein

seit Sonntag habe ich endlich einen Grappen

Grappen

und seitdem geht mir eine Textzeile nicht aus dem Kopf: Das Töpflein mit dem Hulle- Bulle- Bäuchlein. Es ist ein Märchen, das wir unseren Kindern vorlasen. Nur wie war nochmal der Text? Also heute mal die Suchmaschine betätigt, um es zu finden.  Ich denke, hier ist es: Märchenkiste

Kann man das essen? das ist doch Unkraut

Melde

wächst überall. Melde  kannte man wohl auch im Mittelalter. Noch nach dem Krieg aß man es bei uns. Dann war es Viehfutter.

Hier sieht man auch  gelbe Kulturmelde (rundere und größere Blätter) neben  wilder Melde  und Dill:

Melde und Dill

… also Blattspitzen geerntet und gewaschen:

Melde gewaschen

… eine kleingeschnittene Zwiebel in Öl andünsten, Melde dazu und mit wenig Wasser  garen. Fällt zu einem Drittel zusammen.

Vorsichtig testen. Keine Ahnung, was mich erwartet:

schmeckt schon ohne Zugabe von Salz würziger wie Spinat. Ein klein wenig Salz dazu. Sehr lecker, wie Spinat, …  nur runder, nicht so erdig wie Spinat und nussiger. Wobei ich bei Spinat unbedingt  Gemüsebrühe dazugeben würde und Muskat. Das braucht Melde nicht.

Melde mit Dinkelbrei

 

Nachlese zu Wolle färben

In der Färbeecke ging es bei vom Schaf zur Wolle bunt einher. Unter anderem wurden körbeweise Brennnesseln an geschleppt und zum Färbesud aufgekocht.

Topf mit Brennnesseln

Am nächsten  Tag  abgekühlt die Blätter in Tücher gebunden, mit dem Wollstoff in den Färbesud gegeben und  nochmal aufgekocht.  Als die Farbe schön kräftig war heiß  herausgenommen.

färben

danach entwickelten wir ihn noch  ohne Abkühlen weiter mit Eisenschwefel (ein Esslöffel voll aufgelöst im Brennnesselsud  imitiert das Kochen in einem blanken Eisenkessel).

Wolle, dunkelgrün

(vorne das kleine helle Stückchen ist  der Farbton ohne  Eisenschwefel)

…. Und dann war da noch der große Sack mit Zwiebelschalen. Diesmal im Zwiebelsud  Wolle wie beim Test, aber noch zwei handgesponnenen Stränge. Einer davon ungefärbte graubraune Wolle.

Wollstränge, natur

das sah dann abends so aus:

Wolle

(vorne die zwei handgesponnenen; rechts ergab einen Grünton. alle Gelbtöne, auch ganz hinten  das Stück Leinenstoff sind im Zwiebelsud gefärbt. Dazwischen in hellbraun zwei Stränge und ein Kopftuch  mit getrockneter grüner Walnussschale gefärbt.)

Das Ergebnis des Wochenendes:

bunte Wolle

(links nach rechts oben: Kopftuch Leinen Walnussschale,  Wollstoff Brennnessel plus Eisen, Leinenstoff Zwiebelschale, darauf Leinenzwirn in Brennnessel und Walnuss, feiner dünner Wollstoff in Brennnessel und Eisen …. links nach rechts unten: Wolle Krappwurzel, Wolle Walnuss, Wolle Zwiebel und ganz rechts Wolle Birkenblätter)

Probekochen

Beim Hühnerturm wandert öfters einmal etwas in den Kochtopf, aber an Pfingsten  wurde schon mal  für das Templerfest  am 25.+26.6.2011 zur Probe gekocht und in der Pfanne Brot gebacken.

Pilze geschnitten

Pilze

Pfannenbrot

Dann noch zuhause krumme Krapfen und  Weichselsauce:

Krumme Krapfen

Gestern dann noch ging es in den Wald um ein Wellholz für das Pfannenbrot und Stampfer für Erbsenbrei zu holen:

Holz

Wellholz und Stampfer

Und jetzt bin ich gespannt, wie das kommendes Wochenende so wird.

Testlauf Wolle färben

Im Prinzip mache ich das alles ja nur, um  ein großes Stück Handwebwollstoff  in einem schönen Grün in der Hand zu halten. Aber irgendwie muß man ja anfangen. Also dann halt mit Sockenwolle.

Freitagnacht  köchelte ich für einen Stunde zwei Stränge Wolle in Wasser mit 30g Alaun. Alaun ist in dem Fall eine Beize und ungiftig.

Samstag ging es dann nach Adventon in den Garten,  zum Probelauf für “Schaf zur Wolle”.

Zwiebelschalensud

200g vorgebeizte Wolle zusammen mit 100g  Zwiebelschalen (das ist ein fest gestopfter Baumwolleinkaufsbeutel voll getrocknetet Außenhäute der Zwiebel) ab in den Topf geschichtet.  Und kaltes Wasser dazu.  Langsam anfeuern. Als das Wasser  handwarm, sah es so aus:

Samstagabend dann:

Zwiebelschalensud dunkel

Der Topf blieb über Nacht dort hängen. das Feuer ging aus und ich konnte die Stränge am nächsten Tag aus dem Sud nehmen. Auswringen und an der Luft im Schatten trocknen. Zuhause  wusch ich den einen Strang aus und fixierte nochmals mit Essig.

Das Ergebnis:

Wollstränge gefärbt mit Zwiebelschalen

von li nach re: natur, direkt aus dem Topf und getrocknet; ausgewaschen und fixiert

und was gibt es nächstes Wochenende? falls es klappt nochmal Färben mit Zwiebelschalen. Dann ist mein gesammelter Vorrat von drei Jahren weg.  Färben mit getrockneten Walnussschalen (das  Grüne um den eigentlichen Nussschalen). Da sollte die Wolle braun werden. Vielleicht ein Rosa mit Rote Beete. Und dann brauche ich sechs Kilo frische Brennessel.  Da kommt dann mein Stoff in den ganz großen Kessel.   Hoffentlich klappt nachher das Umschlagen der Farbe von Gelb in Grün.

Saisonstart

gestern und heute war es dann soweit.  Es war schon fast zu heiß und Sonnencreme brauchte man.

Die Arbeit für den Stand bis morgens um kurz vor fünf  nachts davor davor hat sich gelohnt. Es sah recht gut aus:

Infotisch

zu kaufen gab es bei uns nichts. Schnuppern durfte man. Und sehen, dass eigentlich jeder mitmachen kann, wer Lust hat. Der Kollege nebenan  machte die Tierpatenschaften schmackhaft. Mal sehen, wer demnächst beim Stallbau mit hilft.  Oder ob es bald neue Tiere gibt.

Dazwischen fix mal in den Garten und die Bohnen und Melde ausgesät. Wie immer zuerst  das massenhafte Unkraut entfernen. Also so fix dann halt auch nicht.

Garten in Frühling

Und als Entschädigung immer wieder gern gehört  Jonny Robels:

Jonny Robbels

ein perfektes Wochenende und  das Hemd habe ich auch dazwischen fast fertig genäht.

Kalenderblatt Januar

Der Januar ist so gut wie vorbei, aber ich möchte euch  unser Kalenderblatt nicht vorenthalten. Unser Kalender für 2011 ist ein  persönlicher Jahresrückblick auf das Projekt in  Adventon. Es gibt von jeder  der zwei Kalenderausgaben nur fünf  Exemplare. Diese sind schon verschenkt.

Zaun im Schnee

der Hühnerturm

Hühnerturm Adventon im Schnee

davor die Soayschafe

 

Ruhezeit im Winter

wirklich?  Ist die Winterpause dazu da,  nichts zu tun?

Köhlerhütte im Schnee

Wir waren gestern zur Siedlersitzung in Adventon. Alles verschneit, aber beim Köhler regt sich was. Kommendes Jahr wird er nicht nur  backen, sondern auch bauen: „Zum backenden Köhler“

und wir? wo anfangen?

Nähen sowieso … Gartenplanung … Zaunplanung … Workshopplanung … . Warum hat das Jahr nur 365 Tage?

Hühnerturm im Schnei

Ernte 2009

So macht das Ernten Spaß. Man glaubt gar nicht wie schwer die Dinger nun sind.

Ölkürbise

Kürbisernte

Ringelblumensamen, Zwiebeln und Ölkürbisse konnten wir in Adventon ernten, obwohl wir erst so spät mit dem Garten anfingen.

Ölkürbis, Zwiebeln

(Die Kürbisse sind nicht ganz durch gereift – die Samen drin nicht zum Säen geeignet – und die kleinen mussten rasch verbraucht werden. )